Fonds Sexueller Missbrauch

Fonds Sexueller Missbrauch

Einige Pflegekinder bringen ein besonders tragisches Päckchen mit.
Der Runde Tisch „Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“ (RTKM) hat in seinem Abschlussbericht die Einrichtung eines ergänzenden Hilfesystems für diejenigen empfohlen, die in ihrer Kindheit bzw. Jugend sexuellen Missbrauch erlitten haben und noch heute an dessen Folgewirkungen leiden.
Antragsberechtigt sind Betroffene, die als Kinder oder Jugendliche sexuell missbraucht wurden, also zum Tatzeitpunkt minderjährig waren. Zeitliche Voraussetzung ist, dass die Tat nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland (23. Mai 1949) und vor Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der Rechte der Opfer sexuellen Missbrauchs (StORMG) am 30. Juni 2013 begangen wurde. Für Taten, die auf dem Gebiet der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) begangen wurden, ist das maßgebliche Anfangsdatum der 7. Oktober 1949.
Die Antragstellung ist nur noch bis Mai 2016 möglich!
Der Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich ermöglicht verschiedene Leistungen, die die Leistungen des gesetzlichen und sozialrechtlichen Systems ergänzen. Für diese sogenannten „Sachleistungen“ stehen pro Person maximal 10.000 Euro zur Verfügung. Besteht ein erhöhter Leistungsbedarf aufgrund von Behinderung, kann zusätzlich ein Mehrbedarf von bis zu 5.000 Euro bewilligt werden.

Bis zu dieser Höchstgrenze können folgende Hilfen, auch nebeneinander, gewährt werden:

  1. Psychotherapeutische Hilfen:

    • Fortführung einer Psychotherapie nach Beendigung der Finanzierung durch die Krankenversicherung
    • Vor- beziehungsweise Überbrückungsfinanzierung zu Beginn einer Psychotherapie,
    • Kostenübernahme für Psychotherapien, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden,
    • Kostenübernahme für anerkannte Komplementär- und Fachtherapien (unter anderem Bewegungs-, Musik-, Ergo-, Kunst- und Tiertherapien/Reittherapien).
  2. Übernahme von angemessenen Kosten zur individuellen Aufarbeitung des Erlebten, zum Beispiel angemessene Kosten, die im Zusammenhang mit Fahrten zum Ort des Geschehens oder zu therapeutischen Sitzungen anfallen, oder Kosten, die im Zusammenhang mit der Nutzung von Angeboten von Selbsthilfeorganisationen anfallen.
  3. Hilfe bei der Beschaffung von Heil- und Hilfsmitteln, zum Beispiel Physiotherapie, Ergotherapie, Bäder, Massagen, Logopädie (medizinische Dienstleistungen) und Rollstühle, Prothesen, Hörgeräte (sächliche medizinische Leistungen).
  4. Unterstützung beim Umgang mit Behörden oder Gerichten, wie zum Beispiel begleitende Assistenz oder individuelle Unterstützung, sofern die Kosten nicht durch andere Stellen abgedeckt werden.
  5. Unterstützung von Weiterbildungs- und Qualifikationsmaßnahmen, zum Beispiel Kostenübernahme für das Nachholen von Schulabschlüssen, Aufnahme einer Ausbildung oder eines Studiums oder Umschulungen.
  6. Zudem können auch Fahrtkosten zu den Beratungsstellen im Falle einer positiven Entscheidung über den Leistungsantrag übernommen werden. Diese werden von der Clearingstelle festgesetzt und auf die Gesamtsumme von bis zu 10.000 Euro (gegebenenfalls zuzüglich behinderungsbedingter Mehraufwendungen) angerechnet. Das Gleiche gilt für eine etwaige Begleitperson.
  7. Sofern ein besonderer Härtefall vorliegt, kann ausnahmsweise auch eine nicht zu den regulären Leistungen gehörende Unterstützung gewährt werden. Dazu gehört u.a. Unterstützung zur Verbesserung der Mobilität oder der Wohnsituation. Demgegenüber ist das Vorliegen einer sozialen Notlage allein für die Annahme eines Härtefalls nicht ausreichend. 
  8. Wichtig ist, dass die gewünschten Leistungen auch so begründet werden, dass das jeweilige Entscheidungsgremium der Clearingstelle einschätzen kann, ob die gewünschte Sachleistung geeignet ist, die Folgebeeinträchtigung des sexuellen Missbrauchs zumindest zu lindern. Zudem sind konkretere Angaben zu den gewünschten Hilfen, zum Beispiel zur Therapie und zum Umfang der gewünschten Therapie, sowie anfallende Kosten, hilfreich. 
Die Zahlungen aus diesem Fonds werden nicht auf ALG II oder Sozialhilfe angerechnet!
Es wird ein Antragsformular bereitgestellt, bei dessen sensibler Ausfüllung auch entsprechende Beratungsstellen helfen (zur Beschleunigung des Antragsverfahrens empfehlenswert).
Informationen unter

Fonds Sexueller Missbrauch

Auskünfte zu den Regelungen des Fonds und zum Ergänzenden Hilfesystem sowie Informationen zu Beratungsangeboten erhaltet ihr auch unter folgender kostenloser anonymisierter* Telefonnummer:

0800 400 10 50

* Ihre Telefonnummer wird nicht übermittelt.

Sprechzeiten

Mo: 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Di: 16.00 Uhr bis 21.00 Uhr

Mi: 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Fr: 16.00 Uhr bis 21.00 Uhr

So: 15.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Der Alltag hat uns wieder

Der Alltag hat uns wieder

Nach einer erholsamen, aber viel zu kurzen Sommerpause, fand nun heute wieder unser Stammtisch statt.

Bei herrlichem Sommerwetter und nach ausgiebigem Frühstück mit lecker Eiersalat, belegten Brötchen und Kaffee genossen wir die Sonnenstrahlen dieses Mal auch im Garten des SOS-Familienzentrums. Unsere Kinder konnten auf dem großen Holzschiff, im riesigen Tipi-Zelt oder mit anderen Spielgeräten spielen, während wir Pflegeeltern in der gemütlichen „Chill-Ecke“ saßen und uns über Neuigkeiten austauschten. Highlight für die Kinder war ein kleines Kätzchen, dass sie die ganze Zeit streichelten und sogar Fotos machten.

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Unser Ausflug in den Garten der Sinne

Ausflug in den Garten der Sinne

Am 16.07.2015 besuchten wir den Garten der Sinne in Berlin-Mahlsdorf. Wir wurden sehr herzlich empfangen und staunten über den sehr schön angelegten Garten, der zum Verweilen, Spielen und Lernen einlädt. Unsere Kinder hatten eine schöne Führung und durften selbst Pfefferminze ernten und stellten daraus einen leckeren Pfefferminztee her. Sie konnten an vielen Stationen ihr Wissen erweitern und hatten viel Spaß beim Spielen und Entdecken. Wir Pflegemütter konnten leckren Kaffee trinken, die Seele baumeln lassen und die Sonne genießen. Unsere Kinder hatten sehr viel Spaß und einen entspannten Ausflug in den Garten der Sinne. Wir werden dies bestimmt noch einmal wiederholen, denn der Garten der Sinne ist wirklich fantastisch und die Mitarbeiter geben sich dort sehr viel Mühe bei der Gestaltung und Pflege. Vielen Dank für den freundlichen Empfang, die nette Bewirtung und Führung unserer Kinder.

Das Wetter spielte auch dieses Mal mit, so dass hier einige gute Fotos entstanden sind.

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