PfiB-MH in „Die Hellersdorfer“

PfiB-MH in „Die Hellersdorfer“

Unser Team von PfiB-MH traf sich mit einer Journalistin der lokalen Zeitung „Die Hellersdorfer“ und gab ein Interview.

Wir berichteten über unsere Pflegeeltern-Initiative und über das Leben mit Pflegekindern.

PfiB-MH bekam freundlicherweise einen Platz auf Seite 5 der März-Ausgabe. Vielen Dank dafür.

Den Artikel kann man hier online lesen: Die Hellersdorfer

PfiB-MH in Die Hellersdorfer

 

 

PfiB-MH Sommerfest

PfiB-MH lädt zum gemeinsamen Sommerfest ein

 

Lust auf Sommer?

Unser Sommerfest für alle Pflegefamilien aus dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf findet am Samstag, den 06.06.2015 von 15.00 Uhr bis 18.30 Uhr im FamilienHaus Kastanie in der Kastanienallee 55, 12627 Berlin statt.

Es gibt verschiedene Spielangebote für Kinder und ein großer Grill wartet darauf, zum Einsatz zu kommen. Wir wollen uns gemeinsam in Sommerlaune versetzen und unser erstes Sommerfest mit viel Spaß und Freude zusammen mit unseren Kindern verbringen.
Einzelheiten zum Sommerfest folgen noch – (ca. April / Mai 2015).
Eine Anmeldung zum Sommerfest ist erforderlich.

Fortbildung „Volljährigkeit von Pflegekindern“

Am 14.03.2015 nahm ich an der Fortbildung „Volljährigkeit von Pflegekindern“ teil.

Die großartige Referentin, Frau Henrike Hopp, Dipl. Sozialarbeiterin, Fachfrau im Pflegekinderwesen, ehrenamtliche Vormünderin und Betreuerin von Pflegekindern, Betreiberin und Redakteurin des Internetportals zur Pflegekindschaft und Adoption www.moses-online.de nahm sich viel Zeit, um uns Pflegeeltern viele Informationen zum Thema „Volljährigkeit von Pflegekindern“ zu vermitteln.

Neben der sehr lockeren Atmosphäre bei Kaffee, Tee und leckren Keksen gab es sowohl ernsthafte als auch sehr lustige Momente.

Es wurde deutlich, dass ein Pflegekind mit der Vollendung des 18. Lebensjahres ein „junger Volljähriger“ ist. Mit dem 18. Lebensjahr endet für Pflegekinder die „Hilfe zur Erziehung“. Ab diesem Zeitpunkt ist ein junger Volljähriger Leistungsberechtigter. Das heißt, alle Leistungen, worauf ein junger Volljähriger Anspruch hat, muss er/sie selbst beantragen. Der/Die junge Volljährige kann von nun an selbst entscheiden und muss z. B. Anträge selbst stellen. Das Sorgerecht der leiblichen Eltern endet, ebenso eine Amtsvormundschaft oder Einzelvormundschaft (z.B. Pflegeeltern). Es kann dann aber ein Betreuer eingesetzt werden, sofern der/die junge Volljährige dies benötigt und beim zuständigen Amtsgericht / Betreuungsgericht, in dessen Gerichtsbezirk der Betroffene seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, beantragt. Pflegeeltern können diese Betreuung (Ehrenamt) übernehmen.

Für junge Volljährige ist § 41 SGB VIII maßgeblich.

Was ändert sich für das Pflegekind bei Volljährigkeit?

Der folgende Verselbständigungsbogen ermöglicht Jugendlichen bzw. junge Volljährige eine Selbsteinschätzung und Bestandsaufnahme zur eigenen Selbständigkeit.

Selbsteinschätzungsbogen für Jugendliche auf dem Weg zur Volljährigkeit

Ein Antrag auf Hilfe für junge Volljährige muss frühzeitig, spätestens sechs Monate vor dem 18. Geburtstag von dem/der Jugendlichen eigenhändig gestellt werden. Es ist sinnvoll, bereits zum 17. Geburtstag in der Hilfeplanung alle möglichen Perspektiven für den bald jungen Volljährigen zu klären. Hierzu gilt § 37 Absatz 2a SGB VIII entsprechend. Zur Hilfeplanung sollten Pflegefamilien zusammen mit dem/der Jugendlichen eine Liste erstellen, worin ein weiterer Bedarf für eine Hilfe über das 18. Lebensjahr hinaus für junge Volljährige ersichtlich ist. Anhand des o.g. Selbsteinschätzungsbogen kann deutlich werden, worin der Bedarf bestehen wird und sollte im Antrag genau aufgelistet werden.

Beispiele: Kann der/die junge Volljährige mit Geld umgehen? Versteht er/sie Verträge und deren Inhalt? Ist er/sie in der Lage, eine eigene Haushaltsführung zu übernehmen? Kann er/sie Behördengänge selbständig erledigen? Weiß er/sie, wo er/sie sich bei Bedarf für verschiedene Lebenssituationen Hilfe holen kann? Kann er/sie Gefahren erkennen? Ist er/sie in der Lage, eine Tagesstruktur für sich selbst aufzustellen und einzuhalten, sich zu organisieren? Ist er/sie beziehungsfähig? usw.

Diese Fähigkeiten sind sowohl bei Jugendlichen als auch bei Pflegekindern, nicht automatisch zu erwarten. Manche junge Volljährige brauchen noch etwas Zeit zum Nachreifen. Der/Die junge Volljährige muss das Jugendamt davon überzeugen, dass z. B. seine/ihre Pflegefamilie für die weitere Hilfe sinnvoll, geeignet und unbedingt erforderlich ist, um in absehbarer Zukunft (ca. bis 21. Lebensjahr) für eine eigenständige Lebensführung befähigt werden zu können.

Hinweis: Bei jungen Volljährigen wird unterschieden zwischen seelisch behinderte junge Volljährige und wesentlich geistig, körperlich oder mehrfach behinderte Menschen.

Dieses Rundschreiben I Nr. 2/2009 regelt die Überleitung in die Familienpflege der Sozialhilfe nach SGB XII bei „wesentlich geistig, körperlich und mehrfach behinderten grundsätzlich volljährigen Menschen“ (18-26 Jahre).

Insgesamt war die Fortbildung sehr informativ und mit Frau Hopp hatten wir eine wunderbare Referentin. Vielen Dank Frau Hopp.

Ich empfehle allen Pflegeeltern, sich ein aktuelles Sozialgesetzbuch (SGB) zuzulegen. Zum Beispiel dieses vom WALHALLA-Verlag – ISBN: 978-3-8029-1985-5

„Volljährige Pflegekinder“ – Themen-Stammtisch

Unser nächster Vormittags-Stammtisch findet am Donnerstag, den 19.03.2015 um 10 Uhr im Café des SOS-Familienzentrums zum Thema „Volljährige Pflegekinder“ statt. Interessierte Pflegeeltern, die Fragen dazu haben oder auch Pflegeeltern, die speziell ihre Erfahrungen dazu weitergeben können, sind herzlich eingeladen.

Die Volljährigkeit birgt für viele Pflegekinder einige Risiken und Irritationen. Junge Volljährige sind voll geschäftsfähig,  wahlberechtigt und dürfen den Führerschein machen, wie alle anderen Volljährigen auch. Die Hilfe zur Erziehung wird beendet, die „Jugendhilfemaßnahme Pflegefamilie“ endet. Die jungen Erwachsenen müssen plötzlich auf eigenen Füßen stehen und ihr Leben eigenständig meistern. Die Volljährigkeit kommt jedoch für viele Pflegekinder viel zu früh. Sie sind weiterhin auf die Unterstützung ihrer Pflegefamilie angewiesen. Da kommen Fragen auf, wie z. B. „Gehöre ich noch zu meiner Pflegefamilie?“, „Wo soll ich hin, wenn ich keine Unterstützung mehr bekomme?“, „Wie geht es mit meiner Berufsausbildung weiter?“ „Müssen Pflegeeltern ihre volljährigen Pflegekinder allein in die weite Welt entlassen oder fühlen wir uns moralisch verpflichtet, sie weiterhin, ggfs. ohne Hilfe zur Erziehung zu begleiten?“

Über all diese Fragen wollen wir uns am 19.03.2015 austauschen.

Aber auch allgemeine Themen können natürlich besprochen und diskutiert werden.

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme und bitten um vorherige Mitteilung, wer kommen kann.

Feedback zum 1. Vormittags-Stammtisch

Bei unserem 1. Vormittags-Stammtisch konnten sich Pflegeeltern kennen lernen und miteinander austauschen. Bei unseren Gesprächen kam so einige Male ein Aha-Effekt auf, der uns mitunter sehr gewundert, aber auch motiviert hat. Die Planung unseres Sommerfestes wurde besprochen, so dass die Vorbereitungen dafür bald beginnen können. Das Frühstück dort war wirklich sehr günstig und lecker. Vielen Dank an die lieben Küchenfeen vom Café im SOS-Familienzentrum.

Ein erstes Feedback ergab, dass sich einige Pflegeeltern über themenspezifische Treffen freuen würden. Es wurde angeregt, bei jedem Stammtisch ein bestimmtes Thema aufzugreifen, worüber wir uns gemeinsam austauschen können. Wir finden die Idee ganz gut und wollen auch sogleich damit beginnen.

Folgende Themen sind geplant:

Volljährige Pflegekinder, Hilfeplan und Hilfeplangespräche, Entwicklungsberichte, Antrag auf Verbleib, Pflegekinder in Regenbogenfamilien oder bei alleinerziehenden Pflegeeltern, Namensänderung bei Pflegekindern, Opferentschädigung, erweiterter Förderbedarf, Biografiearbeit, Aufgaben/Rechte und Pflichten von Pflegeeltern, Zusammenarbeit mit Jugendamt und Träger, Rückführung zur Herkunftsfamilie, Elternrecht vs. Kinderrecht/Kinderschutz/Kindeswohl, schulische Förderung/Schulbegleiter/Inklusion, Pflegefamilie – eigenes Kind und Pflegekind, Recht und Gesetz/Pflegevertrag, Amtsvormundschaft/Einzelvormundschaft, AV Pflege, Aufnahme/Abgabe eines Pflegekindes, verhaltensauffällige Pflegekinder (traumatisierte Pflegekinder, Pflegekinder mit Essstörung, aggressive Pflegekinder, autistische Pflegekinder usw.), Literatur/Buchempfehlungen für Pflegeeltern, Umgangsrecht/Umgangspflicht, Ferienangebote für Pflegekinder, Bindung, Pflegekinderwesen, schulische Förderung/Schulbegleiter/Inklusion, Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie, Migrationshintergrund usw.

Wir greifen gerne weitere Themen auf und bitten dafür um Vorschläge.