PfiB-MH – Pflegeeltern-Initiative

Wir sind eine Pflegeeltern-Initiative in Berlin-Marzahn/Hellersdorf.

 

Was sind Pflegefamilien, was sind Pflegekinder und was zeichnet Pflegeeltern aus?

Alle Pflegefamilien kümmern sich sehr liebevoll um die ihnen anvertrauten Kinder und sind mit großem Engagement dabei. Pflegefamilien sind bewusst nonprofessionell, eben ganz normale Familien, die einem (fremden) Kind ein Aufwachsen in ihrer (Pflege-)Familie ermöglichen, ihm Geborgenheit, Schutz, Vertrautheit, Orientierung, Verlässlichkeit, Zuwendung, Sicherheit, Versorgung, Betreuung, Erziehung und ganz viel Liebe geben.

“Familie ist dort, wo Leben beginnt und Liebe niemals endet!”

Pflegekinder werden nicht als Pflegekinder geboren, sondern zu Pflegekindern gemacht. Sie werden nicht ohne Grund von ihren Herkunftsfamilien getrennt und bringen meist einen prall gefüllten Rucksack, Ängste und Verhaltensauffälligkeiten mit in eine Pflegefamilie. Pflegekinder haben nicht nur mit einem Bindungsabbruch zu kämpfen, sondern auch damit, weshalb sie von ihrer Herkunftsfamilie getrennt wurden. Vernachlässigung, Gewalt, Misshandlung, Missbrauch oder seelische Verletzungen prägen oft die Biografie eines Pflegekindes. Und, auch wenn es vielleicht für ein Kind in der Herkunftsfamilie sehr schlimm gewesen ist, so lieben diese Kinder ihre leiblichen Eltern dennoch. Bei Trennungen von der Herkunftsfamilie ist das Aufwachsen eines Kindes in einer Pflegefamilie eine gute Alternative und für eine positive Entwicklung empfehlenswert.

“Wenn ein Kind zu Hause keine Liebe empfängt, muß es diese woanders suchen.” (Aphorismus aus Persien)

Pflegefamilien sind in der Lage, die ihnen anvertrauten Kinder so anzunehmen, wie sie sind, sie erhalten den Kontakt zwischen Herkunftseltern und Kind, sie stellen sich sofort auf das Kind ein, versorgen und pflegen es und geben ihm die Liebe, die es braucht. Pflegeeltern müssen daher ein hohes Maß an Empathiefähigkeit, aber auch Platz in ihrem Zuhause und Herzen haben.

Die Gestaltung von Elternkontakten; Aggressionen, Bindungsstörungen oder Traumatisierungen bei Pflegekindern; brisante Hilfeplangespräche; eine unklare Perspektive für Pflegekinder oder bevorstehende Gerichtsverfahren können eine Pflegefamilie zusätzlich belasten.

Der Austausch mit anderen Pflegeeltern kann eine hilfreiche Unterstützung sein. Wir können selbst am Besten nachvollziehen, wie es anderen Pflegeeltern geht, was man erlebt hat oder noch durchstehen muss. Manchmal reicht es vielleicht auch, einfach nur zuzuhören. Manchmal hat man auch ähnliche Erfahrungen gemacht und kennt mittlerweile gute Lösungswege. Wir wollen uns gemeinsam vernetzen, damit alle Pflegeeltern von den Erfahrungen anderer Pflegeeltern profitieren können.

PfiB-MH bietet einen Informations- und Erfahrungsaustausch von Pflegeeltern für Pflegeeltern.

Wir wollen uns gegenseitig Mut machen und uns gegenseitig unterstützen.

Wir wollen Brücken bauen, um Hindernisse zu überwinden.

Wir wollen Kinderaugen strahlen sehen und unseren Pflegekindern einen sicheren Weg ebnen.

Unsere Ziele:

  • alle Pflegefamilien miteinander vernetzen
  • Erfahrungen und Informationen untereinander austauschen
  • uns gegenseitig in schwierigen Situationen unterstützen
  • gemeinsame Treffen und Veranstaltungen organisieren
  • Erhöhung der Qualität “Familie” im Zusammenleben mit dem Pflegekind